Transfergesellschaft

Von der Transfermaßnahme in einer Transferagentur zu unterscheiden ist die so genannte Transfergesellschaft, in die unter bestimmten Voraussetzungen von Personalabbau bedrohte Mitarbeiter auf freiwilliger Basis übertreten können.

Der übertritt in eine Transfergesellschaft erfolgt auf vertraglicher Grundlage. Mit einem so genannten dreiseitigen Vertrag (Beschäftigter, Unternehmen, Träger der Transfergesellschaft) werden hierbei sowohl das alte Arbeitsverhältnis gekündigt, gleichzeitig aber ein neues befristetes Arbeitsverhältnis begründet. Der Arbeitgeberwechsel erfolgt damit vom personalabgebenden Unternehmen hin zum Träger der Transfergesellschaft, z.B. der PersonalTransfer GmbH. Mit dem übertritt willigt der Beschäftigte in die Kündigung ein, akzeptiert den neuen Arbeitsvertrag und verzichtet auf Rechtsmittel.

In der Zeit des Arbeitsverhältnisses mit dem Transferträger besteht das Ziel einer möglichst schnellen Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt. Hierfür haben die Mitarbeiter Anspruch auf besonders intensive Beratung, Coaching, Qualifizierung und auch Praktika in Unternehmen. Hinzu kommt: Wird schon während der Zeit im Transfer ein neuer Arbeitsvertrag geschlossen und der Vertrag mit dem Transferträger hierfür ruhend gestellt, besteht innerhalb der zu Beginn vereinbarten individuellen Transferlaufzeit ein Rückkehrrecht in die Transfergesellschaft.

Während der Zeit des Arbeitsverhältnisses mit dem Transferträger sind die Mitarbeiter Empfänger von Transfer-Kurzarbeitergeld. Diese Unterstützung wird längstens 1 Jahr an den Transferträger gezahlt. Das personalabgebende Unternehmen stockt diese Leistungen in der Regel auf ca. 80% des vorhergehenden Nettobetrags auf. Die Zahlung des sich ergebenden Gesamtbetrags erfolgt monatlich vom Transferträger als Arbeitgeber.

Voraussetzungen

Das Zustandekommen einer Transfergesellschaft hat der Gesetzgeber an konkrete Voraussetzungen geknüpft.

Sie kann eingerichtet werden, wenn die sich die Bedrohung der Arbeitslosigkeit für die Beschäftigten im Zusammenhang mit einer Betriebsänderung ergibt und sich die Sozialpartner im Unternehmen hierfür auf einen Interessenausgleich und Sozialplan (Transfersozialplan) verständigen, der dann im Einzelnen die finanzielle Ausstattung der Transferaktivitäten festlegt.

Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter des Unternehmens müssen vor dem geplanten Start der Transfergesellschaft zudem bei der lokal zuständigen Agentur für Arbeit Einvernehmen über die Umsetzung der gesetzlich festgelegten Standards („Information über Betriebsänderungen“ nach § 2 Abs. 3 SGB III) erzielen.

Liegen diese Voraussetzungen seitens des Unternehmens vor, ist der Übertritt der Beschäftigten in eine Transfergesellschaft eine individuelle, freiwillige Entscheidung. Für diese Option des Übertritts ist seitens des Gesetzgebers vor dem geplanten Start der Transfergesellschaft jedoch in jedem Falle ein Profiling verbindlich vorgeschrieben.

Die Infrastruktur

Wir verfügen über moderne Büro- und Seminarräume in Berlin.

Wir sind für professionelle Transfer- und Qualifizierungsprogramme ausgestattet.

Projektbezogen richten wir Räume vor Ort ein, um die Nähe zu den Transferbeschäftigten zu gewährleisten.